Vahid Khadem-Missagh zählt zu den führenden Geigern seiner Generation. Er konzertierte u.a. mit Seiji Ozawa, Pierre Boulez, Franz Welser-Möst, Mariss Jansons, Ivan Fischer bei Lucerne Festival, Salzburger Festspiele, BBC Proms, Royal Albert Hall, Cité de la musique Paris, Festival Aix-en-Provence, Berliner Philharmonie, Wiener Musikverein, Edinburgh Festival, mit Rundfunk- und TV- Aufnahmen.

Seit 2016 ist er künstlerischer Leiter des internationalen Allegro Vivo Festivals. Mit über 70 Konzerten an 35 Spielorten ist es das größte Kammermusikereignis Österreichs, gemeinsam mit einer Sommerakademie mit 600 Teilnehmern. Jährlich kommen Künstlerkolleginnen und -kollegen wie Elisabeth Leonskaja, Benjamin Schmid, Christian Altenburger, Patrick Demenga, Peter Edelmann, Wen-Sinn Yang und Nicholas Ofczarek zu Konzerten und Meisterkursen im Waldviertel zusammen, Kooperationen mit TV und Rundfunk dokumentieren das Festivalgeschehen. Zum 40-Jahr Jubiläum des renommierten Festivals produzierte der ORF 2018 den Film „Klang verbindet“. Mit dem Festivalorchester Academia Allegro Vivo schlägt Vahid Khadem-Missagh die Brücke zu den internationalen Bühnen, 2019 erschien die aktuelle CD „Quasi una fantasia“ mit Ersteinspielungen der Violinkonzerte von Tristan Schulze, Christoph Ehrenfellner, sowie Werken von Gottfried von Einem und Wolfgang Amadeus Mozart.

Sein Debüt als Solist bei den Salzburger Festspielen gab er im August 2001. Im Februar 2002 debütierte er mit Tschaikowskis Violinkonzert im Großen Saal des Wiener Musikvereins. Rundfunkproduktionen für ORF, BBC England und Schweizer Radio DRS. Seine vielfältige Diskographie dokumentiert sein Schaffen.

Mit seiner Schwester Martha gründete er ein Violinduo, mit dem er erfolgreich konzertierte. Für den österreichischen Rundfunk nahmen sie zahlreiche Werke für zwei Violinen auf, die CD Duos Concertantes erhielt beachtliche Anerkennung von internationalen Printmedien. Gleichfalls vielbeachtet wurde ihre Ersteinspielung von Werner Pirchners Konzert für zwei Solo-Violinen ohne OrchesterPWV33.

In Österreich geboren, erhielt Vahid Khadem-Missagh ersten Violinunterricht im Alter von vier Jahren bei seinem Vater Bijan Khadem-Missagh und Margarete Biedermann. Er setzte sein Studium ab dem elften Lebensjahr in der Meisterklasse von Boris Kuschnir am Konservatorium der Stadt Wien fort. Mit zwölf gewann er den 1. Preis des Mozart Wettbewerbs Niederösterreich und debütierte im gleichen Jahr als Solist mit Orchester in Salzburg. Weiteren Unterricht und musikalische Impulse gaben Rainer Küchl und Gerhard Schulz an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Ergänzende Studien bei Igor Ozim an der Hochschule für Musik und Theater in Bern, Diplomprüfungen mit einstimmiger Auszeichnung.

Er ist 1. Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, wie u.a. des „Concorso Internationale di Stresa“ in Italien 1996, des „Internationalen Kammermusik Festival Austria, Allegro Vivo“ sowie Gewinner des ORF-Rundfunk Preises; 1999 Preisträger des Stefanie Hohl Violinwettbewerbs Wien. 1999 wurde ihm der Kulturanerkennungspreis der Stadt Baden verliehen, 2014 erhielt er den Kulturanerkennungspreis des Landes Niederösterreich.

2008 gründete er das Ensemble CAPRICCIO WIEN. Unter seiner Leitung konzertierte das Ensemble u.a. auf Einladung Rudolf Buchbinders regelmäßig beim Grafenegg Festival. Der Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit liegt in den Werken der Zweiten Wiener Schule mit besonderem Akzent auf die Beziehungen der Werke Schönbergs, Bergs und Webern zu Gustav Mahler. Zusätzlich zu seinen Konzerten als Solist und Kammermusiker entwickelte er in den letzten Jahren auch neue und innovative Konzertformate: Sein virtuoses Gesamtkunstwerk aus Musik, Geschichte und magischen Überraschungen sorgt unter „STRADIVAHID“ und „QUO VAHID“ für internationale Begeisterung und Nachfrage. Ein neues und junges Publikum wird dadurch in die Konzerthäuser gebracht. Bisherige Aufführungen waren im Wiener Musikverein, Philharmonie Luxembourg, Mozarteum Salzburg, Grafenegg Festival, Festspielhaus St. Pölten, Konzerthaus Klagenfurt, Salzburger Festspiele, Volkstheater Wien, u.a. Die Begeisterung rund um Virtuosität begleitet Vahid Khadem-Missagh nicht nur in seiner Konzerttätigkeit: 2016 erschien sein Buch „Virtuosität in Musik und Magie: Niccolò Paganini und Joh. Nep. Hofzinser“.

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